Blick in die Geschichte

"Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen, ist das Leben eine unendlich lange Zukunft, vom Standpunkt des Alters eine sehr kurze Vergangenheit", zitierte Leiter Denis Parchomenko den Philosophen Schopenhauer in seiner Eröffnungsrede. Dabei blickte er auf die 50-jährige Geschichte des Hauses zurück.

Der damalige Stadtrat, spätere Oberbürgermeister und zugleich AWO-Kreisvorsitzende Hans Bauer war Initiator dieses Bauprojekts. Die Planungen begannen bereits 1962. Es sollte ein Wohngebäude mit Pflegestation für 130 Bewohner entstehen. Drei Millionen Mark wurden eingesetzt, rund 100 Baufirmen waren beteiligt. Der damalige Bundestagsabgeordnete Franz Zebisch sagte beim Festakt: "Als wesentliche Mitglieder der Gesellschaft haben die Senioren ein Recht, in die Gemeinschaft einbezogen zu bleiben. Die Schönheit und Würde des Alters müssen gewährleistet werden."

Die Überalterung der Bevölkerung werde immer thematisiert. Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und der Ausbau der ambulanten Pflege seien derzeit Wegpfeiler der politischen Diskussionen im Lande, sagte Denis Parchomenko, der daran erinnerte, dass Michael Schmid die Geschicke des Heimes bis 1988 leitete. Baulich sei das Seniorenheim den Erfordernissen der Zeit immer wieder angepasst worden, unter anderem mit dem Anbau eines Tagesraumes und eines Wintergartens sowie den Stationsküchen und der Einrichtung einer Großküche. Aktuell stehen 77 Plätze für pflegebedürftige Menschen zur Verfügung und 48 Mitarbeiter sind in der Pflege beschäftigt. Dazu kommen Hauswirtschaft, Reinigung und Sozialdienst, Hausmeister und Verwaltung. Mit fast 900 Essensausreichungen für Seniorenheime, Kindergärten, Krippen, Schulen und Privatkunden sind 14 Ausfahrer unterwegs.

 

-Presse: onetz.de vom 03.11.2017-

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